Velen / Hochmoor

St.-Stephanus-Sänger ehren Josef Röhling für seine Treue

Mathilde Grösbrink bleibt Vorsitzende

Heute, 24. Januar 2020 - 11:30 Uhr

von Bernhard Voßkühler

Mit vielen Stimmen ist der Kirchenchor St. Stephanus aus Hochmoor bei etlichen Anlässen unterwegs. Auf ihr musikalisches Jahr schauten die Sänger bei der Generalversammlung im Pfarrheim St. Stephanus zurück. Sie ehrten einen langjährigen Sänger und wagten einen Ausblick.

 

 

Josef Röhling (links) ist seit 25 Jahren Mitglied im Chor St. Stephanus. Dafür dankten ihm seine Mitstreiter bei der Generalversammlung.

 

HOCHMOOR Mitglieder: Die Vorsitzende Mathilde Grösbrink hieß die Sänger willkommen. 126 Personen sind Mitglied im Chor, 106 von ihnen aktiv. Neben Hochmoor, Velen und Ramsdorf nehmen einzelne Sänger aus Gescher, Reken, Borken, Bocholt, Hamminkeln, Anholt, Raesfeld und Erle regelmäßig den Weg zu den Proben auf sich.

Rückblick: Schriftführerin Doris Lissek berichtete von 17 Auftritten im vergangenen Jahr. Neben den üblichen Chorterminen gab es Konzertauftritte in den drei Kirchengemeinden von St. Peter und Paul. Natürlich gehörten Auftritte bei Hochzeiten von Mitgliedern oder Jubiläen auch zum Programm.

Ausblick: Organist und Chorleiter Michael Borgmann aus Velen übernahm den Chor im Herbst 2000. „Mit dieser Mannschaft im Rücken kann ich getrost große Konzertvorhaben angehen“, sagte er. Die Gruppe bereitet sich bereits auf einen weiteren großen Auftritt am 8. November vor.

Finanzen: Kassierer Karl-Heinz Göding berichtete von einem leichten Überschuss.

Wahlen: Mathilde Grösbrink wird für weitere vier Jahre den Vorsitz des Chors haben. Für Gabi Maumene als zweite Vorsitzende rückte Simone Gerwert nach. Schriftführerin Doris Lissek und Kassierer Karl-Heinz Göding sowie Beisitzer Michel Hülskemper und Ursula Dreyer bleiben ebenfalls in ihren Ämtern. Aus dem Festausschuss schieden aus: Maria Walter, Elke Messing und Ricarda Deppe. Lilo Bolten, Mechthild Rölfing und Waltraud Finke ersetzten sie. Neuer Internetbeauftragter ist Andreas Korte.

Als Notenwarte fungieren weiterhin Gertrud Terhart und Maria Schultewolter. Verstärkt werden sie durch Rita Röhling. Damit auch alle bei den Proben im großen Saal Platz nehmen können, rückt Josef Röhling weiterhin die Stühle zurecht. Er wurde auf dieser Versammlung auch für 25-jährige Chormitgliedschaft mit der Silbernen Chornadel geehrt, die im Gottesdienst von Pfarrer Martin Limberg gesegnet worden war.

 

 

 

 

Chorleiter Michael Borgmann über das aktuelle Geschehen im Kirchenchor St. Stephanus

„Chor verfügt über großes Repertoire“

Hochmoor. Der St. Stephanus Chor sorgt mit seinen festlichen Konzerten und besonderen Gesängen in der Kirche immer wieder für Aufsehen. Was den Chor bewegt und wie die aktuelle Entwicklung aussieht, darüber sprach AZ-Redaktionsmitglied Alexander Bitting mit dem Chorleiter Michael Borgmann.

Herr Borgmann, die Adventszeit mit einigen Auftritten Ihres Chores liegt nun allmählich hinter uns. Was waren Ihre persönlichen Höhepunkte und warum?

Michael Borgmann: Der Höhepunkt in der Adventszeit und im Jahr 2019 war das adventliche Konzert des Kirchenchores St. Stephanus am 1. Dezember in der St. Andreaskirche Velen. Etwa 90 Sängerinnen und Sänger des Chores waren dabei, außerdem eine Bläsergruppe unter der Leitung von Markus Wellermann. Das Konzert war mit mehr als 500 Besuchern sehr gut besucht und die Begeisterung der Zuhörer über die musikalischen Inhalte und Darbietungen überwältigend.

Was zeichnet die Mitglieder Ihres Chores menschlich aus, und wie würden Sie einem Außenstehenden das Klangbild und Liedrepertoire des Chores beschreiben?

Michael Borgmann: Der Chor verfügt über ein großes Repertoire, das kontinuierlich wächst. Hierzu zählt „alte“ Musik, die bis ins 17. Jahrhundert zurückgeht bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen aus dem 21. und 20. Jahrhundert. Zu nennen ist hier unter anderem der namhafte britische Komponist John Rutter, der bei den Sangesfreudigen und Zuhörenden besonders gut ankommt. Der Chor nimmt anspruchsvolle Herausforderungen, zum Beispiel Kompositionen von Bach oder Mendelssohn Bartholdy, gerne an und ist stets offen, Neues zu erfahren und zu erlernen. Neue Chormitglieder werden ausnahmslos freundlich aufgenommen und hilfsbereit unterstützt. Es herrscht eine harmonische Atmosphäre bis hin zum einem teils freundschaftlichen Miteinander; manche freundschaftlichen Beziehungen wurden und werden im Chor geknüpft. Das Klangbild des Chores ist angesichts der guten stimmlichen Besetzungen in allen Stimmgruppen – Sopran, Alt, Tenor und Bass – ausgewogen und der Chor überzeugt immer wieder mit frischen Klangbildern.

Wie ist der Chor in das Gemeinde- und Kirchenleben in Hochmoor eingebunden?

Michael Borgmann: Zu unserer Kirchengemeinde St. Peter und Paul zählen die Teilgemeinden St. Walburga Ramsdorf, St. Andreas Velen und St. Stephanus Hochmoor. In allen Teilgemeinden zeigen wir im Laufe eines Jahres Präsenz, wobei die häufigsten Auftritte an kirchlichen Hochfesten in St. Stephanus stattfinden, zum Beispiel am 26. Dezember aus Anlass des Patronatsfestes. Chorkonzerte finden – wegen der Größe der Kirche – am häufigsten in St. Andreas Velen in ein- bis zweijährigen Abständen statt.

Sind Sie mit der Mitgliederentwicklung zufrieden, oder sind weitere Sänger und Sängerinnen gerne willkommen?

Michael Borgmann: Im Jahr 2000 habe ich die musikalische Leitung des Chores St. Stephanus übernommen, das sind inzwischen nahezu 20 Jahre. An keinem Tag dieses langen Zeitraumes habe ich die damalige Entscheidung bereut, die Leitung zu übernehmen. Diese Aufgabe bereitet mir nach wie vor viel Freude. In all den Jahren wuchs der Chor kontinuierlich auf inzwischen mehr als 100 aktive Sängerinnen und Sänger an. Auch wenn der Chor schon sehr groß ist, sind weitere Sangesfreudige zu jeder Zeit willkommen. Die Chorproben finden jeweils dienstags von 20 Uhr bis 21.45 Uhr im Pfarrheim Hochmoor statt.

Welche großen Konzerte und chorinternen Veranstaltungen sind für 2020 geplant?

Michael Borgmann: Im Jahr 2020 werde ich mein „kleines“ Chorjubiläum begehen. Am 8. November 2020 wird ein Chorkonzert mit dem Komponisten und Konzertorganisten Hans-André Stamm in St. Walburga Ramsdorf stattfinden. Herr Stamm schreibt wundervolle, aber auch anspruchsvolle Chor- und Orgelmusik. In dem Konzert sollen ausschließlich Chor- und Instrumentalstücke von Herrn Stamm zu Gehör gebracht werden. Der Komponist selbst wird den Stephanus-Chor und weitere Instrumentalisten an der Orgel begleiten. Diese Veranstaltung soll das „Highlight“ in 2020 sein.

Velen

St.-Stephanus-Chor und „Velin Brass“ bieten Musik zum Genießen

 Adventskonzert in der St.-Andreas-Kirche in Velen

Heute, 2. Dezember 2019 - 14:00 Uhr

von Claudia Peppenhorst

Das Adventskonzert des St.-Stephanus-Chores und der Bläsergruppe Velin Brass in der St.-Andreas-Kirche in Velen war am Sonntagabend so gut besucht, dass sich einige Zuhörer mit einem Stehplatz begnügen mussten.

 

 

 VELEN. Ein prächtiges Konzert haben am Sonntagabend die Besucher in der rappelvollen St.-Andreas-Kirche genossen. Alle Sitzplätze waren zeitig besetzt. Wer etwas später kam, musste sich mit einem Stehplatz begnügen.

Die leichte Aufregung bei den Sängern und Musikern legte sich schnell, nachdem auch die ihren Platz im Altarraum gefunden hatten. Rund 90 Sänger des Kirchenchors St. Stephanus Hochmoor unter der Leitung von Michael Borgmann sowie mehr als 20 Bläser der Gruppe „Velin Brass“ unter der Leitung von Markus Wellermann präsentierten 16 Stücke unter dem adventlichen Titel „Machet die Tore weit“.

 Hoher musikalischer Anspruch

Mit „Wachet auf, ruf uns die Stimme“ startete „Velin Brass“ in das rund 90-minütige Musikvergnügen. Der Chor spiegelte diesen Weckruf mit „Wachet auf!“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Schon nach diesen zwei Titeln zeigte sich der hohe musikalische Anspruch, den sich die Ausführenden selber gestellt hatten und den sie die ganze Veranstaltung über durchhielten, teilweise gar steigerten. Der Chor, die Bläsergruppe und beide in Kombination reihten einen Höhepunkt an den anderen. „Machet die Tore weit“ des Barock-Komponisten Andreas Hammerschmidt ist mit seiner Sechsstimmigkeit ein sehr anspruchsvolles Stück. Für gewöhnliche Chöre nur mit Mühe machbar, bildete es für die Chorsänger keine Schwierigkeit.

Noch pompöser klang das gleichnamige Stück des Komponisten Klaus Heinzmann, da der Chor hier durch die Bläsergruppe unterstützt wurde. Unisono-Stellen wechselten mit Mehrstimmigkeit in einer interessanten Mischung. So entstand der Eindruck und ein Gefühl, riesige Prachttore würden aufgestoßen in eine lichte Zukunft.

Kein Konzert zum Mitsingen

Ein kurzes, präzises Solo erlaubte sich Markus Wellermann bei „Amazing Grace“. Ansonsten fügte sich der Dirigent in die Bläsergruppe ein. „Das war, bis auf das letzte Stück `Macht hoch die Tür´ kein Konzert zum Mitsingen sondern zum Zuhören und Genießen. Mitsinge-Konzerte, die früher in der Schlosskapelle stattfanden, bieten wir im Dezember hier in der Kirche an“, erklärte Michael Borgmann nach dem erfolgreichen Konzert. So hatte das Publikum es auch erwartet und honorierte die Darbietungen mit viel Applaus. Am Ende gab es so viel Beifall, dass Chor und Bläser „Machet die Tore weit“ als Zugabe wiederholen mussten, bevor die Besucher das Adventlied anstimmten.

 

 

Velen

Der Stephanus-Chor macht in Velen die Tore weit

Konzert in der St.-Andreas-Kirche

Samstag, 23. November 2019 - 10:00 Uhr

Der Chor St. Stephanus Hochmoor zählt mit seinen rund 100 aktiven Sängern zu den größten in der Umgebung. Chorleiter Michael Borgmann hat sich mit seiner Gruppe seit einigen Monaten unter anderem auf den Auftritt in der St.-Andreas-Kirche in Velen vorbereitet.

 

300 Chor-Stimmen erfüllten die Ramsdorfer Kirche

Konzert in St. Walburga 

13 Chöre aus der Region gaben am Samstag ein gemeinsames Konzert in der St.-Walburga-Kirche Ramsdorf. Die Zuhörer waren von den Beiträgen begeistert und spendeten reichlich Applaus. 

Eine Pfarrkirche, in der kaum noch ein Platz frei ist: Das erlebt auch Pfarrer Karl Döcker in der St.-WalburgaKirche während seiner Messen nicht alle Tage. Am Samstagnachmittag jedoch waren nicht nur die Kirchenbänke besetzt, sondern auch alle Plätze im Altarbereich. Grund dafür war der Auftritt eines 300 Personen starken gemischten Chores unter der Leitung von Ulrich Grimpe und Michael Borgmann. 


Generalversammlung 2018

Bericht der Borkener Zeitung
 

Der Kirchenchor St. Stephanus aus Hochmoor ist auf Wachstumskurs: Bei der Generalversammlung standen auch Wahlen und Ehrungen auf der Tagesordnung.