Das KONZERT FÄLLT AUS - Der Chor bittet um Verständnis. Aus Rücksicht auf die hohe Corona-Inzidenz hat man sich für eine Absage entschieden.  Der Termin soll aber nachgeholt werden.

St.-Stephanus-Chor beendet Konzertpause

RAMSDORF/VELEN/HOCHMOOR (pd). Der Kirchenchor St. Stephanus lädt zu seinem ersten Konzert seit Pandemiebeginn ein. Es findet am Sonntag, 21. November, in der St.-Walburga-Kirche in Ramsdorf statt. „Werkzeug deines Friedens lass mich sein“; das gleichnamige Kirchenlied lieferte das Motto für die Veranstaltung, die ganz dem Thema Frieden gewidmet ist. „Wir wollen dem Unfrieden in der Welt musikalisch etwas entgegensetzen und Hoffnung verbreiten“, erklärt Chorleiter Michael Borgmann.

Vierstimmig erklingen Lieder aus mehreren Jahrhunderten, überwiegend jedoch von zeitgenössischen Komponisten. „Die Chorsätze vom Katholikentag 2018 sind für unseren Chor immer noch inspirierend“, so Borgmann. Neben Felix Mendelssohn-Bartholdy stehen Namen wie Alfred Hochedlinger und John Rutter auf der Liste der Komponisten. An der Orgel und am Klavier wird Daniel Ladermann begleiten. Das Programm dauert insgesamt etwa eine Stunde.

Seit August trifft sich der Chor wieder regelmäßig zur Probenarbeit. Etwa 60 Sänger sind jedes Mal anwesend. „Daran merkt man, wie sehr sich alle unserem gemeinschaftlichen Singen verbunden fühlen“, so Borgmann.

Am Ende des Konzerts bittet der Chor um eine Spende. Das gesammelte Geld wird über persönliche Kontakte unmittelbar Opfern der Flut im Ahrtal zugutekommen.

Für die Veranstaltung gilt die 3G-Regel. Eine Anmeldung ist erforderlich. Einlass ist ab 15.30 Uhr. Das Konzert beginnt um 16.30 Uhr. Näheres dazu unter | www. st-pup.de/anmeldung.

 

 

VELEN

Chor will wieder „in die Gänge kommen“

 

BZ-Interview mit Chorleiter Michael Borgmann

Donnerstag, 12. August 2021 - 10:00 Uhr

von Lars Johann-Krone

 

Nach fast einem Jahr Pause lädt Chorleiter Michael Borgmann in der nächsten Woche seine Sänger aus dem St.-Stephanus-Chor Hochmoor wieder zu einem Treffen ein. BZ-Redakteur Lars Johann-Krone sprach mit dem Velener über die Pause und das langsame Herantasten an die regelmäßige Arbeit im Chor.

 

Foto: Ruediger Sondermann

 

 

Michael Borgmann (l.) bei einer Probe des St.-Stephanus-Chors im Jahr 2018

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HOCHMOOR/VELEN. Im Herbst 2020 war die Gruppe letztmals bei einer Probe zusammen. Was macht so eine lange Pause mit einem so großen Chor wie Ihrem?

Michael Borgmann: Die Erfahrung muss ich jetzt sammeln. Ganz ohne Gesang war der Chor nicht. Zur Vorbereitung aufs Weihnachtsfest 2020 sowie die Karwoche und Ostern 2021 gab es etwa zehn Freiwillige, die für Gottesdienste eine Schola gebildet und den Gemeindegesang, der nicht erlaubt war, ersetzt haben. Darüber hinaus haben über einen Zeitraum von etwa zwei Monaten zehn Sängerinnen und Sänger aus dem Stephanus-Chor sozusagen einen Kammerchor oder Projektchor gebildet und für den Rundfunkgottesdienst am 11. Juli geprobt. Die kleine Gruppe war recht schnell wieder auf der Höhe.

Werden am Dienstag alle rund 100 Mitglieder des Chors dabei sein oder gab es Austritte?

Borgmann: Bisher weiß ich nichts von Austritten. Absagen für Dienstag gab es nur wenige. Wenn ich auf den kleinen Projektchor schaue, der sich nur aus Mitgliedern des Chors zusammengesetzt hat, denke ich, alle sind nach der langen Pause hochmotiviert.

Längere Stimmbildung

Wie kann eine erste Probe ablaufen? Sie werden wahrscheinlich nicht gleich in die Vollen gehen, oder?

Borgmann: Wir werden die Grundlagen ausführlicher machen. Die Stimmbildung, also das Einsingen, wird wohl etwas länger dauern. Dann werden wir zunächst dem Chor bekannte Chorsätze wiederholen. Lieder, die der Chor gerne singt. Bekannte Chorsätze werden normalerweise länger im Kopf abgespeichert.

Das Singen auch in Kirchen ist nicht erst seit dieser Woche wieder erlaubt. Warum haben Sie nicht schon im frühen Sommer mit Proben begonnen?

Borgmann: Das hing zum einen mit der Ferienzeit zusammen. Außerdem ist das Chorsingen noch nicht so lange wieder erlaubt. Zum anderen haben wir im Frühjahr die Priorität auf den Projektchor gelegt, was sich ausgezahlt hat. Wir haben auch für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes viel Lob erhalten. Viele Besucher des Probe- und auch des Rundfunkgottesdienstes waren erstaunt darüber, dass zehn Sängerinnen und Sänger ein solches Stimmvolumen entfalten konnten. Das war eine wertvolle Erfahrung für uns alle.

Und es gab auch keine Missverständnisse im Chor, dass nur zehn Leute mitwirken und proben durften?

Borgmann: Nein, nicht, dass ich wüsste. Es hatten sich auch nur wenige Sängerinnen und Sänger gemeldet. Viele in der Gruppe waren im Frühjahr, als das Projekt begann, noch vorsichtig. Es waren auch noch nicht alle vollständig geimpft.

Wie groß ist denn die Sorge, dass durch steigende Infektionszahlen die Probenarbeit bald schon wieder enden könnte?

Borgmann: Wir müssen abwarten, was das Bistum Münster sagt. Die Situation ist eine andere als im vergangenen Jahr. Inzwischen sind die meisten von uns geimpft. Von daher gehe ich optimistisch an die Sache ran. Wir müssen ja irgendwie wieder in die Gänge kommen. Und wenn es sein muss, dann müssen wir eben wieder die Abstände vergrößern, die Teilnehmerzahl begrenzen. Die Proben werden ohnehin in der St.-Stephanus-Kirche stattfinden; dort haben wir – auch auf Abstand von zwei Metern – viel Platz. Ich finde es sehr wichtig, je nach Situation, immer um Lösungen bemüht zu sein.

 

Erstes Treffen am 17. August

 

Die Mitglieder des St.-Stephanus-Chors treffen sich am Dienstag, 17. August, nach der Messe in der St.-Stephanus-Kirche in Hochmoor gegen 19.30 Uhr erstmals in diesem Jahr auf dem Kirchplatz. Es solle nach der langen Auszeit ein kleines Fest der Begegnung werden, berichten Chorleiter Michael Borgmann und die Chor-Vorsitzende Mathilde Grösbrink. Am Dienstag, 24. August, soll wieder mit den Chorproben begonnen werden.

 

Velener leitet Gruppe in Hochmoor seit 20 Jahren

Borgmann hebt Chor auf neues Niveau

 

Die Vorsitzende des St.-Stephanus-Chors, Mathilde Grösbrink (rechts), bedankte sich stellvertretend für die Gruppe bei Michael Borgmann. Dieser leitet den Chor seit mittlerweile 20 Jahren. Foto: Sondermann

Von Lars Johann-Krone

HOCHMOOR/VELEN. Wer vom Chor St. Stephanus in Hochmoor spricht, kommt nicht umher, auch Michael Borgmann zu nennen. Ganz eng miteinander verknüpft ist der Erfolg des Chors mit seinem Leiter. In dieser Woche haben die Sänger dem Velener während einer Probe gedankt. Vor ziemlich genau 20 Jahren übernahm der heute 63-jährige Velener die Gruppe und machte den Chor seither im Münsterland bekannt.

Mathilde Grösbrink ist seit sieben Jahren Vorsitzende des Chors. Schon als Kind sang sie im Kinderchor in Hochmoor, wechselte später zu den Erwachsenen. Sie hat die Entwicklung der Gruppe beobachtet. „Dass unser Chor so erfolgreich ist, darf man ruhig mit Michael Borgmann in Verbindung bringen“, sagt sie. „Durch seinen ehrlichen Umgang weiß er die Sänger zu begeistern. Er wägt zudem sehr gut ab, welche Lieder dem Chor gefallen könnten.“

Grösbrink hat als Hochmooranerin einen kurzen Weg zu den Proben. Einige Mitglieder kommen aber von weiter her. Gaby Klag zum Beispiel. Die gebürtige Velenerin zog vor etwa zwei Jahren nach Anholt und nimmt wöchentlich die Anreise auf sich, um mitsingen zu können. „Es macht Spaß. Es lohnt sich einfach, zu den Proben zu fahren“, sagt Klag. Zum einen mache sie das auch, um alte Kontakte zu pflegen. „Zum anderen ist die Atmosphäre im Chor super. Das liegt am Korsett der Gruppe. Das hängt aber auch mit dem Chorleiter zusammen. Er bringt gute Stimmung in die Gruppe.“

Michael Borgmann erinnert sich noch an die Zeit, als er den Chor übernahm. „Ich hatte damals eigentlich gar nicht mit dem Gedanken gespielt, die Leitung eines Chors zu übernehmen“, sagt er. Borgmann hatte ein Studium für Kirchenmusiker im Nebenamt absolviert. „Ich hatte damals zunächst vor, mein Klavier- und Orgelspiel auf ein höheres Niveau zu heben“, berichtet der Velener.

Er sagte dennoch zu und hob stattdessen den Chor auf ein neues Niveau. Zum einen gesanglich, zum anderen personell. „Ich erinnere mich noch, dass bei der ersten Probe gerade mal 30 Sängerinnen und Sänger dabei waren. Es kamen aber schnell neue hinzu“, so Borgmann. Heute gehören mehr als 100 Sängerinnen und Sänger zu der Gruppe.

Aus wirtschaftlichen Gründen hätte Borgmann die Stelle in Hochmoor nicht annehmen müssen. Er ist heute stellvertretender Leiter des staatlichen Rechnungsprüfungsamts in Münster. „Ich habe aber schon immer große Freude am Klavier- und Orgelspiel gehabt, war schon in meiner Jugend Vertretungsorganist in der Kirche. Ich bin gläubig und habe immer schon gerne gesungen. Darum ist die Musik ein wichtiger Bestandteil meines Lebens“, erklärt der Chorleiter. Auch darum habe er damals die Stelle angenommen.

Auftritte im Petersdom in Rom, beim Bistums- und dem Domweih-Jubiläum sowie beim Katholikentag in Münster gehörten zu den Höhepunkten von Borgmanns Zeit mit dem Chor. „Und da hat sicher auch die Tatsache, dass unser Chor über die Jahre so groß geworden ist, dazu beigetragen, dass wir bekannter geworden sind und zu besonderen Anlässen auftreten dürfen“, erklärt Borgmann.

Er sagt aber auch, dass seine Gruppe mittlerweile eine gute Größe erreicht habe. „Mit 100 Sängern ist die Gruppe gut zu handeln. Wären es 200, wäre es schwer“, analysiert der Velener. Er habe einen tollen Chor. Alle seien mit großer Freude dabei. „Ich glaube, dass die Sängerinnen und Sänger mich mögen, und ich mag sie“, sagt Borgmann.

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Velen / Hochmoor

St.-Stephanus-Sänger ehren Josef Röhling für seine Treue

Mathilde Grösbrink bleibt Vorsitzende

Heute, 24. Januar 2020 - 11:30 Uhr

von Bernhard Voßkühler

Mit vielen Stimmen ist der Kirchenchor St. Stephanus aus Hochmoor bei etlichen Anlässen unterwegs. Auf ihr musikalisches Jahr schauten die Sänger bei der Generalversammlung im Pfarrheim St. Stephanus zurück. Sie ehrten einen langjährigen Sänger und wagten einen Ausblick.

 

 

Josef Röhling (links) ist seit 25 Jahren Mitglied im Chor St. Stephanus. Dafür dankten ihm seine Mitstreiter bei der Generalversammlung.

 

HOCHMOOR Mitglieder: Die Vorsitzende Mathilde Grösbrink hieß die Sänger willkommen. 126 Personen sind Mitglied im Chor, 106 von ihnen aktiv. Neben Hochmoor, Velen und Ramsdorf nehmen einzelne Sänger aus Gescher, Reken, Borken, Bocholt, Hamminkeln, Anholt, Raesfeld und Erle regelmäßig den Weg zu den Proben auf sich.

Rückblick: Schriftführerin Doris Lissek berichtete von 17 Auftritten im vergangenen Jahr. Neben den üblichen Chorterminen gab es Konzertauftritte in den drei Kirchengemeinden von St. Peter und Paul. Natürlich gehörten Auftritte bei Hochzeiten von Mitgliedern oder Jubiläen auch zum Programm.

Ausblick: Organist und Chorleiter Michael Borgmann aus Velen übernahm den Chor im Herbst 2000. „Mit dieser Mannschaft im Rücken kann ich getrost große Konzertvorhaben angehen“, sagte er. Die Gruppe bereitet sich bereits auf einen weiteren großen Auftritt am 8. November vor.

Finanzen: Kassierer Karl-Heinz Göding berichtete von einem leichten Überschuss.

Wahlen: Mathilde Grösbrink wird für weitere vier Jahre den Vorsitz des Chors haben. Für Gabi Maumene als zweite Vorsitzende rückte Simone Gerwert nach. Schriftführerin Doris Lissek und Kassierer Karl-Heinz Göding sowie Beisitzer Michel Hülskemper und Ursula Dreyer bleiben ebenfalls in ihren Ämtern. Aus dem Festausschuss schieden aus: Maria Walter, Elke Messing und Ricarda Deppe. Lilo Bolten, Mechthild Rölfing und Waltraud Finke ersetzten sie. Neuer Internetbeauftragter ist Andreas Korte.

Als Notenwarte fungieren weiterhin Gertrud Terhart und Maria Schultewolter. Verstärkt werden sie durch Rita Röhling. Damit auch alle bei den Proben im großen Saal Platz nehmen können, rückt Josef Röhling weiterhin die Stühle zurecht. Er wurde auf dieser Versammlung auch für 25-jährige Chormitgliedschaft mit der Silbernen Chornadel geehrt, die im Gottesdienst von Pfarrer Martin Limberg gesegnet worden war.

 

 

 

 

Chorleiter Michael Borgmann über das aktuelle Geschehen im Kirchenchor St. Stephanus

„Chor verfügt über großes Repertoire“

Hochmoor. Der St. Stephanus Chor sorgt mit seinen festlichen Konzerten und besonderen Gesängen in der Kirche immer wieder für Aufsehen. Was den Chor bewegt und wie die aktuelle Entwicklung aussieht, darüber sprach AZ-Redaktionsmitglied Alexander Bitting mit dem Chorleiter Michael Borgmann.

Herr Borgmann, die Adventszeit mit einigen Auftritten Ihres Chores liegt nun allmählich hinter uns. Was waren Ihre persönlichen Höhepunkte und warum?

Michael Borgmann: Der Höhepunkt in der Adventszeit und im Jahr 2019 war das adventliche Konzert des Kirchenchores St. Stephanus am 1. Dezember in der St. Andreaskirche Velen. Etwa 90 Sängerinnen und Sänger des Chores waren dabei, außerdem eine Bläsergruppe unter der Leitung von Markus Wellermann. Das Konzert war mit mehr als 500 Besuchern sehr gut besucht und die Begeisterung der Zuhörer über die musikalischen Inhalte und Darbietungen überwältigend.

Was zeichnet die Mitglieder Ihres Chores menschlich aus, und wie würden Sie einem Außenstehenden das Klangbild und Liedrepertoire des Chores beschreiben?

Michael Borgmann: Der Chor verfügt über ein großes Repertoire, das kontinuierlich wächst. Hierzu zählt „alte“ Musik, die bis ins 17. Jahrhundert zurückgeht bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen aus dem 21. und 20. Jahrhundert. Zu nennen ist hier unter anderem der namhafte britische Komponist John Rutter, der bei den Sangesfreudigen und Zuhörenden besonders gut ankommt. Der Chor nimmt anspruchsvolle Herausforderungen, zum Beispiel Kompositionen von Bach oder Mendelssohn Bartholdy, gerne an und ist stets offen, Neues zu erfahren und zu erlernen. Neue Chormitglieder werden ausnahmslos freundlich aufgenommen und hilfsbereit unterstützt. Es herrscht eine harmonische Atmosphäre bis hin zum einem teils freundschaftlichen Miteinander; manche freundschaftlichen Beziehungen wurden und werden im Chor geknüpft. Das Klangbild des Chores ist angesichts der guten stimmlichen Besetzungen in allen Stimmgruppen – Sopran, Alt, Tenor und Bass – ausgewogen und der Chor überzeugt immer wieder mit frischen Klangbildern.

Wie ist der Chor in das Gemeinde- und Kirchenleben in Hochmoor eingebunden?

Michael Borgmann: Zu unserer Kirchengemeinde St. Peter und Paul zählen die Teilgemeinden St. Walburga Ramsdorf, St. Andreas Velen und St. Stephanus Hochmoor. In allen Teilgemeinden zeigen wir im Laufe eines Jahres Präsenz, wobei die häufigsten Auftritte an kirchlichen Hochfesten in St. Stephanus stattfinden, zum Beispiel am 26. Dezember aus Anlass des Patronatsfestes. Chorkonzerte finden – wegen der Größe der Kirche – am häufigsten in St. Andreas Velen in ein- bis zweijährigen Abständen statt.

Sind Sie mit der Mitgliederentwicklung zufrieden, oder sind weitere Sänger und Sängerinnen gerne willkommen?

Michael Borgmann: Im Jahr 2000 habe ich die musikalische Leitung des Chores St. Stephanus übernommen, das sind inzwischen nahezu 20 Jahre. An keinem Tag dieses langen Zeitraumes habe ich die damalige Entscheidung bereut, die Leitung zu übernehmen. Diese Aufgabe bereitet mir nach wie vor viel Freude. In all den Jahren wuchs der Chor kontinuierlich auf inzwischen mehr als 100 aktive Sängerinnen und Sänger an. Auch wenn der Chor schon sehr groß ist, sind weitere Sangesfreudige zu jeder Zeit willkommen. Die Chorproben finden jeweils dienstags von 20 Uhr bis 21.45 Uhr im Pfarrheim Hochmoor statt.

Welche großen Konzerte und chorinternen Veranstaltungen sind für 2020 geplant?

Michael Borgmann: Im Jahr 2020 werde ich mein „kleines“ Chorjubiläum begehen. Am 8. November 2020 wird ein Chorkonzert mit dem Komponisten und Konzertorganisten Hans-André Stamm in St. Walburga Ramsdorf stattfinden. Herr Stamm schreibt wundervolle, aber auch anspruchsvolle Chor- und Orgelmusik. In dem Konzert sollen ausschließlich Chor- und Instrumentalstücke von Herrn Stamm zu Gehör gebracht werden. Der Komponist selbst wird den Stephanus-Chor und weitere Instrumentalisten an der Orgel begleiten. Diese Veranstaltung soll das „Highlight“ in 2020 sein.

Velen

St.-Stephanus-Chor und „Velin Brass“ bieten Musik zum Genießen

 Adventskonzert in der St.-Andreas-Kirche in Velen

Heute, 2. Dezember 2019 - 14:00 Uhr

von Claudia Peppenhorst

Das Adventskonzert des St.-Stephanus-Chores und der Bläsergruppe Velin Brass in der St.-Andreas-Kirche in Velen war am Sonntagabend so gut besucht, dass sich einige Zuhörer mit einem Stehplatz begnügen mussten.

 

 

 VELEN. Ein prächtiges Konzert haben am Sonntagabend die Besucher in der rappelvollen St.-Andreas-Kirche genossen. Alle Sitzplätze waren zeitig besetzt. Wer etwas später kam, musste sich mit einem Stehplatz begnügen.

Die leichte Aufregung bei den Sängern und Musikern legte sich schnell, nachdem auch die ihren Platz im Altarraum gefunden hatten. Rund 90 Sänger des Kirchenchors St. Stephanus Hochmoor unter der Leitung von Michael Borgmann sowie mehr als 20 Bläser der Gruppe „Velin Brass“ unter der Leitung von Markus Wellermann präsentierten 16 Stücke unter dem adventlichen Titel „Machet die Tore weit“.

 Hoher musikalischer Anspruch

Mit „Wachet auf, ruf uns die Stimme“ startete „Velin Brass“ in das rund 90-minütige Musikvergnügen. Der Chor spiegelte diesen Weckruf mit „Wachet auf!“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Schon nach diesen zwei Titeln zeigte sich der hohe musikalische Anspruch, den sich die Ausführenden selber gestellt hatten und den sie die ganze Veranstaltung über durchhielten, teilweise gar steigerten. Der Chor, die Bläsergruppe und beide in Kombination reihten einen Höhepunkt an den anderen. „Machet die Tore weit“ des Barock-Komponisten Andreas Hammerschmidt ist mit seiner Sechsstimmigkeit ein sehr anspruchsvolles Stück. Für gewöhnliche Chöre nur mit Mühe machbar, bildete es für die Chorsänger keine Schwierigkeit.

Noch pompöser klang das gleichnamige Stück des Komponisten Klaus Heinzmann, da der Chor hier durch die Bläsergruppe unterstützt wurde. Unisono-Stellen wechselten mit Mehrstimmigkeit in einer interessanten Mischung. So entstand der Eindruck und ein Gefühl, riesige Prachttore würden aufgestoßen in eine lichte Zukunft.

Kein Konzert zum Mitsingen

Ein kurzes, präzises Solo erlaubte sich Markus Wellermann bei „Amazing Grace“. Ansonsten fügte sich der Dirigent in die Bläsergruppe ein. „Das war, bis auf das letzte Stück `Macht hoch die Tür´ kein Konzert zum Mitsingen sondern zum Zuhören und Genießen. Mitsinge-Konzerte, die früher in der Schlosskapelle stattfanden, bieten wir im Dezember hier in der Kirche an“, erklärte Michael Borgmann nach dem erfolgreichen Konzert. So hatte das Publikum es auch erwartet und honorierte die Darbietungen mit viel Applaus. Am Ende gab es so viel Beifall, dass Chor und Bläser „Machet die Tore weit“ als Zugabe wiederholen mussten, bevor die Besucher das Adventlied anstimmten.